|
Wer über kulturelle Ereignisse und Entwicklungen in den deutschsprachigen Ländern auf dem Laufenden ist, ist klar im Vorteil. Denn er kann mit diesem aktuellen Landeskundewissen seinen Unterricht bereichern und seine Lernenden so noch besser motivieren.
Deshalb stellen wir Ihnen im Folgenden gerne einige neue
Museen mit innovativen Ausstellungskonzepten aus dem Raum
Stuttgart vor. Dies machen wir umso lieber, da sich der
Klett Verlag, sein historischer Stammsitz befindet sich in
Stuttgart, dieser Region besonders verbunden fühlt.
Wir möchten mit den landeskundlichen Informationen sowohl
KollegInnen im Inland als auch außerhalb des deutschen
Kulturraums ansprechen.
Mögliche Anwendungsbereiche für Ihren Unterricht wären
beispielsweise:
- Vorbereitung landeskundlicher Exkursionen im Rahmen eines kursbegleitenden Kulturprogrammes oder eines Sommerkurses
- Vorbereitung landeskundlicher Exkursionen im Rahmen einer Studien- oder Sprachkursreise nach Baden-Württemberg
- Aktuelle landeskundliche Ergänzungen eines Lehrwerks (z. B. der Lehrwerkreihe "Passwort Deutsch", Lektion 17: Stuttgart)
- Auseinandersetzung mit kulturellen Besonderheiten bzw. Stereotypen, wie z. B. der oft unterstellten besonderen Beziehung der Deutschen zu ihren Autos
- Rechercheübungen (Materialtransfer, Beantwortung von Fragen bzw. Durchführung von Recherchespielen und kleinen Wettbewerben)
Kunstmuseum Stuttgart:
Mitten im Zentrum der baden-württembergischen
Landeshauptstadt gelegen, hat sich das neue Kunstmuseum zum
Publikumsmagneten entwickelt. Das Museum verfügt über eine
Sammlung von Kunstwerken vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis
in die Gegenwart, mit teilweise lokalem Bezug. Ebenso
sehenswert wie die Exponate sind die Wechselausstellungen
und die Architektur des Gebäudes. Die Website informiert
über die Geschichte des Museums, Sammlungsschwerpunkte,
Wechselausstellungen sowie weitere Veranstaltungen:
http://www.kunstmuseum-stuttgart.de
Museum Würth:
Das Museum und die Kunsthalle in Künzelsau und Schwäbisch
Hall gehen auf das Engagement des Unternehmers Reinhold
Würth zurück. Als Kunstsammler und Mäzen setzt er sich aktiv
für die "Verbindung von Kunst und Arbeitswelt" ein, wie auf
der Website nachzulesen ist. Das kulturelle Engagement und
die dazu vorhandenen Texte können als Grundlage für eine
Diskussion über Kunst- und Kulturförderung durch die
Wirtschaft dienen.
Mit der Einbindung eines Firmenporträts kann der Unterricht
in Richtung Wirtschaftsdeutsch ausgeweitet werden bzw. eine
Binnendifferenzierung stattfinden, bei der sich eine Gruppe
mit der wirtschaftlichen, eine andere mit dem kulturellen
Profil des Unternehmens beschäftigt und beide Aspekte in
einem zweiten Schritt miteinander in Beziehung setzt:
Ritter-Schokoladen-Museum in Waldenbuch:
Auch das Museum Ritter geht auf eine private Initiative
zurück: Gegründet wurde es von Marli Hoppe-Ritter, der
Enkelin des Firmengründers der Alfred Ritter
Schokoladenfabrik. Die Museumsarchitektur ist
außergewöhnlich und wartet ebenso wie das Sammlungskonzept
mit einer Grundidee auf, die es sich lohnt, in einem kleinen
Rechercheprojekt online zu erkunden:
http://www.museum-ritter.de/
Neues Literaturmuseum in Marbach (LiMo):
Wie lässt sich Literatur in einer Ausstellung präsentieren?
Eine eindrucksvolle Antwort auf diese oft diskutierte Frage
liefert seit Mitte 2006 das Literaturmuseum der Moderne
(LiMo) in Marbach am Neckar. Als Teil des Deutschen
Literaturarchivs werden in Dauer- und Wechselausstellungen
Aspekte der deutschen Literatur vermittelt:
http://www.dla-marbach.de/
Erläuterungen zum Konzept des Deutschen Literaturarchivs
Marbach (DLA) können Sie hier nachlesen.
Das Literaturarchiv bewahrt in eigens dafür konzipierten
Räumen Bücher, Handschriften und andere Gegenstände mit
Bezug zu deutschen Autorinnen und Autoren auf. Aber wie und
wo werden denn überhaupt kulturelle Werte mit herausragender
Bedeutung für die Kultur untergebracht? Ein Artikel über den
"Barbarastollen", ein Archiv im Schwarzwald, bringt Licht
ins Dunkle.
Mercedes-Benz-Museum:
Gegenüber dem Daimler-Chrysler-Werk in Stuttgart steht
unübersehbar das neue Automobil-Museum. Die Architektur ist
sehenswert und kann außerdem - wie die gesamte Ausstellung -
auch online bestaunt werden. Fotos der Exponate mit
ausführlichen Erklärungen leiten Sie durch die Geschichte
des Automobils, wobei natürlich die Firmengeschichte von
Mercedes-Benz eine wichtige Position einnimmt.
|